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Weniger Schüler, mehr Mittel

News vom 23.07.2010

„Bildung in Deutschland 2010“ heißt der Bericht, der die Zustände und Herausforderungen im deutschen Bildungssystem offenbart. Dieses Jahr fiel er im vergleich zu den ersten beiden Berichten 2004 und 2006 erstaunlich positiv aus.  So gebe es mehr Krippenplätze und die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger sowie der Hochschulabsolventinnen und -absolventen sei gestiegen, erläutert Professor Horst Weishaupt vom Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), unter dessen Leitung der Bildungsbericht erstellt wurde.


Gleichzeitig warnen die Forscher jedoch, denn Schwerpunkt des diesjährigen Berichts ist der demographische Wandel und seine Auswirkungen auf das Bildungssystem.
Diesem dürfe keinesfalls falsch begegnet werden, heißt es. Der demografische Wandel führe zum Rückgang der Zahl der Bildungsteilnehmer, der wiederum finanzielle Handlungsspielräume eröffne. Diese müssten dafür genutzt werden, um Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung für bisher im Bildungswesen Benachteiligte zu finanzieren.


Das Geld dürfe dem Bildungssystem keinesfalls verloren gehen, erklärt Weißhaupt. „Der demografische Wandel macht aber auch neue Anstrengungen zum Beispiel im Bereich Weiterbildung erforderlich“, so der Bildungswissenschaftler weiter. Eine wichtige Botschaft des Berichtes an die Bildungspolitik sei deswegen, die Mittel für Bildung trotz demografischem Wandel mindestens auf dem gegenwärtigen Niveau zu erhalten und für neue Aufgaben zusätzliche Mittel bereitzustellen.

Der Bericht wurde im Auftrag der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland  und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erstellt und analysiert das gesamte institutionelle Gefüge des Bildungssystems: von der frühkindlichen Bildung über das allgemeinbildende Schulwesen, die berufliche Ausbildung und die Hochschulbildung bis zur Weiterbildung im Erwachsenenalter. Der Autorengruppe des alle zwei Jahre erscheinenden Bildungsberichts gehören neben dem DIPF das Deutsche Jugendinstitut, die Hochschul-Informations-System GmbH, das Soziologische Forschungsinstitut an der Universität Göttingen sowie das Statistische Bundesamt und die Statistischen Ämter der Länder an.

Quelle: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung





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